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eMAN - die wissenschaftliche Grundlage des Projektes ema

Die Entwicklung des ema zerfällt in zwei Hauptbestandteile: Zum einen in die Programmierung der Algorithmen, Schnittstellen, Datenhaltung und Oberfläche, zum anderen in die Schaffung der wissenschaftlichen Grundlagen für die Bewegungsgenerierung und Auswertung des
ema. Eigens dafür wurde wurde ein Kooperationsprojekt mit vier Partnern geschaffen. Dieses Vorhaben wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Mitteln des Freistaates Sachsen gefördert.

Die Förderung dient insbesondere der Abfederung des erheblichen Risikos der Forschung auf totalem Neuland. Es zeigte sich nämlich, dass humanmotorische Bewegungen in der Arbeitswelt noch nirgends systematisch betrachtet wurden.

Die vier Partner des Projektes eMAN und ihre Aufgaben sind:

Der Forschungsbedarf ist nach wie vor immens. Ein erstes Projekt lief in den Jahren 2009 und 2010. Das nunmehr zweite Projekt wurde am 1.4.2011 begonnen und wird wiederum zwei Jahre laufen.

Im ersten Projekt »eMAN« wurden die Methodik, die Schnittstellen und die grundlegenden Grundlagen der Humanmotorik entwickelt. Am Ende stand ein hypothetischer „Geschäftsprozess“ zu Befüllung des Systems mit Daten zur Humanmotorik menschlicher Arbeit, zur Typisierung derselben und zu deren Verwendung zum Zwecke der Bewegungsgenerierung. Viele Detailmethodiken mussten aber noch unerforscht bleiben.

Im jetzigen Projekt »eMAN II« wird nun der hypothetische Geschäftsprozess mit Leben erfüllt und eine allgemeine Methodik wird als These bewiesen und für die Entwicklung des ema bereitgestellt. Die eigentliche Systembefüllung ist aber Bestandteil der Softwareentwicklung der imk automotive GmbH, nicht des Projektes eMAN. Einerseits wäre aber ohne eMAN die Entwicklung des ema unmöglich, andererseits ist durch den ema eine ungeheuer schnelle Überführung der Ergebnisse in die Praxis möglich.

Die Aufgabe wird in Gänze das Entwicklungsteam noch (schätzungsweise) mehrere Jahre beschäftigen und zusammenhalten. Mit der entwickelten Vorgehensweise – hochalgorithmisch mit einem Minimum an Eingaben, mit Objektbezug der Bewegungsgeometrie und mit MTM-Bezug der Planzeit – ist eine Tür zum Gebiet der Simulation menschlicher Tätigkeit aufgestoßen worden, hinter der sich ein riesiger Raum voller Möglichkeiten verbirgt. Diese allerdings sind noch zu erforschen. Als Beispiele solcher noch nicht begonnener Forschung seien die Filigranarbeit, das Arbeiten in beengten Räumen, das Arbeiten unter erhöhter geistig-nervaler Belastung oder die Behindertenarbeit genannt.

Impressionen vom EMA

Finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen.

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